Mission

Schmerztherapie bei Kindern ist ein in der Öffentlichkeit wenig beachtetes, aber wichtiges Thema!

Aus diesem Grunde haben Ärzte, Krankenschwestern und Eltern betroffener Kinder im Jahr 1994 an der Kinderklinik Sankt Augustin den „Arbeitskreis Schmerz im Kindesalter e.V.“ gegründet. Hintergrund dieses Engagements ist die oft unzureichende Schmerzbehandlung von Kindern, Säuglingen und  Frühgeborenen. Eine Ursache dieser Missstände – selbst an großen Krankenhäusern – war die teilweise immer noch herrschende Auffassung, dass Kinder weniger Schmerzen  empfinden als Erwachsene. Zudem sind bei sehr kleinen Kindern Schmerzen schwerer zu erkennen als bei erwachsenen Patienten. Es gibt sogar den paradoxen Zustand, dass Neugeborene unter starken Schmerzen nach außen hin völliger Ruhe zeigen. Eine weitere Schwierigkeit besteht darin, dass es Kindern oft untersagt wird, sich schmerzhaften Eingriffen durch Verweigerung zu entziehen. So genannte Bagatellschmerzen wie Kopf- und Bauchschmerzen werden häufig von Erwachsenen nicht Ernst genommen. Nicht zuletzt spielt die organisatorische, apparative und personelle Ausstattung in Krankenhäusern eine wesentliche Rolle bei der mangelnden Schmerztherapie von Kindern nach Operationen.

In einer angesehenen  amerikanischen Fachzeitschrift wurde noch 1968 die Meinung vertreten, dass vor allem kleine Kinder nur selten Schmerzmedikamente benötigen und im allgemeinen Schmerzen gut tolerieren. Nach der damaligen Auffassung hatten Frühgeborene keine Schmerzen und wurden daher kaum behandelt. Zum Glück hat sich die heutige Lehrmeinung der Mediziner grundlegend verändert. Frühgeborene empfinden Schmerzen nicht anders als Erwachsene. Heute können Ärzte hinsichtlich des Schmerzempfindens von Neugeborenen, Säuglingen und Kindern auf umfangreiche wissenschaftliche Erkenntnisse zurückgreifen. Leider kommt es jedoch auch heute noch vor, dass Kinder in der täglichen Routine weniger Schmerzmedikamente erhalten als Erwachsene, und Neugeborene weniger als ältere Kinder. Zudem fehlt in den Krankenhäusern oft die spezielle “Kinder” Fachexpertise.

Der Arbeitskreis Schmerz im Kindesalter e.V. (AKSiK) hat sich daher die Aufgabe gestellt, zu helfen, diese Missstände zu beseitigen.

Daher fördern wir:

  • die schmerztherapeutische Aus- und Fortbildung von Ärzten und Pflegepersonal, die sich hauptsächlich mit Kindern beschäftigen
  • die notwendige Anschaffung medizinischer Geräte (z.B. Schmerzpumpen) soweit eine Finanzierung nicht im Rahmen der Krankenhausfinanzierung gewährleistet ist.
  • die Aufklärung und Information von Fachkollegen und der Öffentlichkeit, damit Kinder nie wieder unnötig Schmerzen nach Operationen und chronischer Art erleiden müssen.